Jeder Mensch in seiner Nacht.

Julien Green

الفكر والثقافة العامة

Jeder Mensch in seiner Nacht. by Julien Green Als Onkel Horace, den seine Schwester nur den »alten Wüstling« nennt, in seinem Landhaus in Virginia im Sterben liegt, kommt auch seine Neffe Wilfred Ingram, um Abschied zu nehmen. Kurz vor seine

 Tod überreicht im der Onkel einen Stoß vergilbter Liebesbriefe und ein Bündel Wertpapiere. Mit seinem Vetter Angus führt Wilfred leidenschaftliche Gespräche über Religion, ohne zu merken, daß Angus eine ganz andere Leidenschaft vor ihm verbirgt. Doch auch Wilfred ist nicht so unschuldig, wie es scheint. In der der Kleinstadt, wo er als Verkäufer in einem Geschäft für Herrenwäsche arbeitet, wird er von einem zwielichtigen Typen verfolgt der sein nächtliches Treiben belauert. Während es Wilfred jede Nacht zu einer anderen Frau zieht, wird er als gläubiger Katholik am nächsten Morgen stets von Reue gepackt. Seine innere Zerrissenheit steigert sich noch, als er sich in Phoebe, die schöne Frau seines Verwandten James Knight, verliebt. Den unzweideutigen Brief, den er ihr schreibt, fängt der Ehemann ab und tut, als ob nichts sei. Warum aber zeigt er Wilfred den Revolver in seiner Schublade? Noch ahnt Wilfred nicht, daß er durch den Schuß eines anderen sterben wird, eines offenbar Geistesgestörten: Max, sein nächtlicher Verfolger, der tiefer in die Abgründe des Lasters und des Gewissens hinabgestiegen ist als er selbst.

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